Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen

Ratings und Rankings bei Fitness-Apps, Uber, Amazon, usw. sind nicht nur technische, sondern vor allem auch gesellschaftliche Phänomene. Ihre grundlegende Logik ist der Wettbewerb: die meisten Reviews, die beste Bewertung, der höchste Gesundheitsscore usw. Durch die Etablierung dieser Techniken in unseren alltäglichen Routinen werden wir so Teil eines digitalen Kapitalismus.

Das bin ICH – mit jedem Klick ein bisschen mehr

Woher kommst du? Was ist dein Lebensmotto und wie sieht deine Biographie in 100 Zeichen aus? Wer bist du eigentlich? Kaum etwas in den Sozialen Medien dürfte für uns „Digital Natives“ beiläufiger sein als solche Informationen. Zugleich aber zeigt uns dieses Selbstverständnis, dass eben nicht nur Kommunikation, sondern auch wir in den digitalen Raum verschoben werden. Was aber bedeutet das für uns und unser Selbstbild?

Politik in Bewegung

Emmanuel Macron ist neuer französischer Präsident. Während man sich nach der Abstimmung in den USA im kollektiven „Trump-Schock“ befand, atmet das liberale Europa diesmal auf. Darüber hinaus zeigt der Wahlausgang aber vor allem eins: Politik ist gegenwärtig „in Bewegung“ und das nicht nur in Frankreich. Dabei scheint der Protest die zentrale politische Waffe der Stunde zu sein.

Flexibles Frausein: Einmal alles, bitte!

Die neue Entgrenzung von Arbeit und Leben ist Freiheit und Zwang gleichermaßen. Am Beispiel des Social Freezing, dem Einfrieren von Eizellen für eine flexible Familienplanung, lässt sich darüber spekulieren, welche weitreichenden Konsequenzen gerade für Frauen damit verbunden sind.

Harry Potter und der lange Arm der Disziplin

Geschichten, wie die um Harry Potter, haben auf den ersten Blick mit der Realität wenig zu tun. Betrachtet man die magische Welt des jungen Zauberers aber einmal aus einer soziologischen Perspektive, so merkt man schnell, dass soziale Strukturen auch vor dem Reich der Phantasie nicht Halt machen.

Postfaktisch, das sind die anderen

Was unter dem Wort „postfaktisch“ verstanden wird, ist, dass Gefühle und eine gewisse Unsachlichkeit heutzutage Debatten dominieren. Doch mit dem Begriff ist auch ein Machtanspruch verbunden: Denn die Leute, die wir als Teil dieser Gefühls-Populismus-Gruppe sehen, sind selbst sehr wohl der Meinung, dass sie über Wahrheit, über Rationalität argumentieren.